SSADH-Defizit e.V. kooperiert ab sofort in einem Forschungsprojekt mit Prof. Dr. Ritva Tikkanen & Dr. Antje Banning vom Biochemischen Institut an der Universität Gießen. Ziel des Projektes ist es, die ursächlichen Gendefekte für SSADH-Defizit molekular zu charakterisieren, um ein besseres Verständnis über die molekulare Entstehung und Entwicklung der Krankheit zu gewinnen und somit mögliche Therapieansätze zu entwickeln. Insbesondere das Konzept der Chaperontherapie soll untersucht werden.
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1 Jahr SSADH-Defizit e.V. & Save the Date
Vor einem Jahr haben Familie und Freunde von SSADH-Patienten beschlossen die bestehenden Missstände zu beseitigen, um die Lebensumstände der von dieser seltenen chronischen Erkrankung betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen zu verbessern.

Inzwischen haben wir 2/3 aller in Deutschland bekannter Fälle in unserem Verein zusammengeführt, sind Mitglied in den wichtigsten Dachverbänden, haben Berichte in Presse und Radio platziert und die erste Forschungsarbeit für innovative Therapieansätze an der Uniklinik Heidelberg angestoßen und vieles mehr.
Wir wollen uns am 19.5.2018 wieder zu unserer ersten Mitgliederversammlung treffen und die erfolgreiche Arbeit weiter vorantreiben. Save the date! Näheres zum Programm folgt.
Der Radiobeitrag wurde beim Deuschlandfunk am 6.3.2018 ausgestrahlt und kann hier abgerufen werden.
Bericht über SSADH-Defizit im Handelsblatt
Am Tag der seltenen Erkrankungen wird in der Beilage „Themenbote“ im Handelsblatt über SSADH-Defizit berichtet. Der Alltag mit seinen Schwierigkeiten wird beschrieben, aber auch die Herausfor
derungen bei Diagnose und die bisher nicht existierenden Heilungsmöglichkeiten. Unser Verein SSADH-Defizit e.V. kämpft in allen Bereichen für eine Verbesserung der Situation – wir sind also nur fast allein!
Der Artikel kann man sich hier anschauen: 2018.02.28.themenbote Selten aber nicht alleine
Die gesamte Beilage kann man hier ansehen: 2018.02.28.themenbote Seltene Erkrankungen ganze Beilage
Aktuelles Forschungsprojekt: Modellzellen für SSADH-Therapieforschung
Aktuell fördert der SSADH-Defizit e.V. die Entwicklung von zwei Zellmodellen, die in Zukunft viele Tierversuche überflüssig machen könnten: Dazu werden aus Zellen des Patienten induzierte pluripotente Stammzellen gewonnen (iPSC), die wiederum zu Nervenzellen ausdifferenziert werden können. Diese Nervenzellen tragen den Defekt des Patienten und können für Medikamentenscreening eingesetzt werden, ohne dass der Patient dem Medikament ausgesetzt werden muss. Außerdem können die Nervenzellen im Bioreaktor weiter zu dreidimensionalen „Mini-Gehirnen“ – den sogenannten cerebralen Organoiden weiterwachsen. An diesen Organoiden kann die Krankheit in vitro studiert werden, also ohne den Patienten zu belasten. Im besten Fall kann so schnell, individualisiert und ethisch verträglich eine Therapie für SSADH-Defizit entwickelt werden. Unterstützen Sie uns mit Ihrer Spende!

Hochkarätiger wissenschaftlicher Beirat komplettiert
Wir freuen uns einen so herausragenden wissenschaftlicher Beirat für die aktuelle Amtszeit des Vorstandes gewonnen zu haben und begrüßen:
– PD Dr. med. Birgit Assmann, Fachärztin mit Schwerpunkt Neuropädiatrie am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg.
– Dr. rer. nat. Kathrin Jeltsch, Wissenschaftlerin der klinischen Forschungsgruppe am Dietmar-Hopp-Stoffwechselzentrum Heidelberg
– Dr. Ilker Karaca, Labor Manager und Leiter der AG Funktionelle Genomik der Kognition an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Bonn.
– Prof. Dr. Anna Nickisch-Hartfiel, Biotechnologie, Fachbereich Chemie an der Hochschule Niederrhein, Krefeld.
Weitere Informationen zum wissenschaftlichen Beirat und dessen Aufgaben
